Ich habe in Deutschland im Rahmen von Kursen mit
Yksi, kaksi, kolme 
begonnen, fand das Buch aber insgesamt nicht so gelungen. Es verfolgt eher den Ansatz, feste Sätze einzupauken und ohne wirklich einen Überblick zu geben. In der ersten Lektion wird beispielsweise gleich die Wendung "olen ammatiltani ..." eingeführt, ohne zu erklären wie das Wort "ammatiltani" aufgebaut wird, was mir gar nicht gefallen hat. Statt auf Ablativ oder zumindest auf Possesivsuffixe einzugehen, werden "olet ammatiltasi ..." und "hän on ammatiltaan ..." als weitere zu lernende Vokabeln nachgeliefert. Erst in Lektion 7 werden Possesivsuffixe thematisiert, mit dem Ablativ wird bis zum zweiten Band gewartet.
Es mag sein, dass einige Lerner mit diesem situativen Ansatz ganz gut klar kommen, aber um die finnische Sprache einigermaßen beherrschen zu können, muss man einfach einen ganzen Sack voll Regeln lernen. Und da finde ich es eher eine Zeitverschwendung, einzelne Phrasen einzupauken als gleich nach dem großen Bild zu streben.
In Finnland bin ich dann auf
Suomen kielen alkeisoppikirja 
umgestiegen, was ich für sehr gelungen halte. Beginnend bei wirklich einfachsten Sätzen werden schrittweise die neuen grammatikalischen Konstrukte eingeführt in sehr logischer und erstaunlich kompakter Form eingeführt. Und auch wenn es von einer Grundregel noch zwei Ausnahmen gibt, dann werden diese nicht versteckt. Das kann dann im Einzelfall erstmal ziemlich erschlagend sein, aber langfristig ist man nur so in der Lage, die Sprache auch abseits des im Lehrbuch verwendeten Vokabulars zu benutzen.