*zensiert* und ihre armen Hunde

Diskussion über Natur- und Tierwelt.
Benutzeravatar
vole04
Beiträge: 1303
Registriert: So Jan 07, 2007 11:58 am
Xing: existiert
Wohnort: Oulu

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von vole04 »

Finnrotti hat geschrieben:
Guter Punkt aber ich denke Du weisst was ich meine.
Weiss ich ehrlich gesagt nicht, weil die Grösse der Wohnung überhaupt keine Rolle spielt, ob ein Hund zufrieden ist oder nicht und deshalb dieser Einwand haltlos war.
Das ist schade! Dass aber ein grosser Hund (Schäferhund und ähnliches) in einer 2 Zimmerwohung mit evtl. zwei Bewohnern einfach nicht genug Platz hat ist an sich klar. Ein kleiner Hund, der auch nicht darauf ausgelegt ist täglich viele km laufen zu müssen (weil Züchtung), kann sich da eher anpassen.

Ich finde diesen Einwand daher nicht haltlos, da verschinde Rassen, verschieden Bedarf haben.
Kenne mich bei den kleinen Schosshündchen nicht aus, gibt aber eben Leute die einen Windhund im Hochhaus in der Stadt halten und das ist eben völlig unpassend. Aber der fühlt sich natürlich auch nicht im Einfamilienhaus wohl. Trotzdem wird er eher seinen Platz finden.
Man soll bei allem was man tut immer man selbst bleiben.
Benutzeravatar
Finnrotti
Beiträge: 811
Registriert: Sa Jun 09, 2007 2:39 pm
Wohnort: Kalliola bei Lahti
Kontaktdaten:

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Finnrotti »

Murderdoll hat geschrieben:Der Hund kam mir nicht als aggressiv rüber, aber er ging zu allen Menschen, auch Kindern.
wo ist dann das Problem für Kinder und Spielplätze, wie Du vorher bemerkt hast?
Das ist schade! Dass aber ein grosser Hund (Schäferhund und ähnliches) in einer 2 Zimmerwohung mit evtl. zwei Bewohnern einfach nicht genug Platz hat ist an sich klar. Ein kleiner Hund, der auch nicht darauf ausgelegt ist täglich viele km laufen zu müssen (weil Züchtung), kann sich da eher anpassen.
Der läuft doch nicht in der Wohnung, sondern sollte draussen beschäftigt werden! Ich kenn etliche grosse Hunde in Hochauswohnungen, die absolut top ausgelastet werden, mehr und besser als viele Hunde mit Riesengarten, die dort nicht ein einziges Mal am Tag rauskommen. Die Grösse der Wohnung ist absolut irrelevant für den Hund, solange er draussen genügend Bewegung/Auslauf/Beschäftigung bekommt. Wenn Du jetzt meinst, dass ja ein kleiner Pinscher in einer kleinen Wohnung ja genug Bewegung bekommt finde ich DAS eher schade pray Jeder Hund hat wohl sein Recht auf Auslauf, egal welcher Rasse er angehört ;)
Benutzeravatar
Sandra
Beiträge: 629
Registriert: So Okt 22, 2006 9:31 pm
Wohnort: Vihti

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Sandra »

Finnrotti hat geschrieben:
Murderdoll hat geschrieben:Der Hund kam mir nicht als aggressiv rüber, aber er ging zu allen Menschen, auch Kindern.
wo ist dann das Problem für Kinder und Spielplätze, wie Du vorher bemerkt hast?
Ich z.Bps. würde gerne selber entscheiden ob ein unbekannter Hund an mein Kind darf oder nicht....wenn welche ohne Herrchen freilaufen oder Herrchen schreit sich Seele aus dem Leib und Hund hört nicht wird einem die Entscheidung abgenommen. ICH hab da was gegen weil ich das generell nicht abkann wenn jemand z.Bps sein Hund nicht anleint obwohl er beim Anblick vom Kind oder Kinderwagen schon zu knurren anfängt.
Generell trau ich auch dem liebsten Hund nicht über den Weg weil man nie weiss welche Instinkte durchbrechen.
Bild

Bild
Benutzeravatar
Finnrotti
Beiträge: 811
Registriert: Sa Jun 09, 2007 2:39 pm
Wohnort: Kalliola bei Lahti
Kontaktdaten:

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Finnrotti »

Sandra hat geschrieben:
Finnrotti hat geschrieben:
Murderdoll hat geschrieben:Der Hund kam mir nicht als aggressiv rüber, aber er ging zu allen Menschen, auch Kindern.
wo ist dann das Problem für Kinder und Spielplätze, wie Du vorher bemerkt hast?
Ich z.Bps. würde gerne selber entscheiden ob ein unbekannter Hund an mein Kind darf oder nicht....wenn welche ohne Herrchen freilaufen oder Herrchen schreit sich Seele aus dem Leib und Hund hört nicht wird einem die Entscheidung abgenommen. ICH hab da was gegen weil ich das generell nicht abkann wenn jemand z.Bps sein Hund nicht anleint obwohl er beim Anblick vom Kind oder Kinderwagen schon zu knurren anfängt.
Generell trau ich auch dem liebsten Hund nicht über den Weg weil man nie weiss welche Instinkte durchbrechen.
Sorry, aber jemand, der ein paar Zentner Pferd im Griff hat sollte doch in der Lage sein einen Hund zu verscheuchen und dazu zu bringen sein Kind in Ruhe zu lassen.
Benutzeravatar
Sandra
Beiträge: 629
Registriert: So Okt 22, 2006 9:31 pm
Wohnort: Vihti

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Sandra »

Finnrotti hat geschrieben:Sorry, aber jemand, der ein paar Zentner Pferd im Griff hat sollte doch in der Lage sein einen Hund zu verscheuchen und dazu zu bringen sein Kind in Ruhe zu lassen.
*LOL* Lustiger und absolut nicht ernstzunehmender Vergleich, da sieht man das du keinen Plan hast - ein Pferd ist leichter zu verscheuchen als einen Hund der sich festbeist bzw attackieren möchte - Pferde sind FLUCHTTIERE - Hunde sind RAUBTIERE.....
Warum werden so viele Kinder von Hunden getötet obwohl die Leute versuchen, die Tiere von den Kids wegzubekommen?
Ich bin mir sicher wenn du sich ein anderer Hund in deinen Hund oder dein Kind verbeisst, das du ziemlich sicher beherzt dazwischen gehst und das es dir zu 100% gelingt den Hund zu verscheuchen. Nun würde ich gerne wissen welche Tipps du dazu hast wenn du SO fest davon überzeugt bis, das sowas gelingt. Du solltest ein Buch schreiben denn ich glaube, das interessiert JEDEN bei den Schlagzeilen die durchgedrehte Hunde machen.
Ausserdem dachte ich man soll aggressive Hunde nicht reizen - reizt man sie nicht wenn man sie versucht wegzuscheuchen?

Wenn mich ein Pferd beisst oder auf den Fuss tritt kann ich a) das Maul öffnen und die betroffene Hand befreien OHNE Angst um meine andere Hand zu haben - b) kann ich das Pferd rückwärtsgehen lassen um meinen Fuss frei zu bekommen.
Bild

Bild
Benutzeravatar
Murderdoll
Beiträge: 103
Registriert: Do Sep 04, 2008 9:41 pm
Wohnort: Oulu

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Murderdoll »

Sandra hat geschrieben:
Finnrotti hat geschrieben:
Murderdoll hat geschrieben:Der Hund kam mir nicht als aggressiv rüber, aber er ging zu allen Menschen, auch Kindern.
wo ist dann das Problem für Kinder und Spielplätze, wie Du vorher bemerkt hast?
Ich z.Bps. würde gerne selber entscheiden ob ein unbekannter Hund an mein Kind darf oder nicht....wenn welche ohne Herrchen freilaufen oder Herrchen schreit sich Seele aus dem Leib und Hund hört nicht wird einem die Entscheidung abgenommen. ICH hab da was gegen weil ich das generell nicht abkann wenn jemand z.Bps sein Hund nicht anleint obwohl er beim Anblick vom Kind oder Kinderwagen schon zu knurren anfängt.
Generell trau ich auch dem liebsten Hund nicht über den Weg weil man nie weiss welche Instinkte durchbrechen.
Sehe ich ganz genau so! Ich möchte, dass mein Kind später frei auf dem Spielplatz spielen kann, ohne, dass ich mich immer umgucken muss, ob irgendein Hund angelaufen kommt. Den interessieren die Schilder, dass Hunde verboten sind, herzlich wenig.
In Deutschland hatten wir einen Boxer direkt in der Nachbarschaft. Ich habe es geliebt mir ihr zu spielen, bin mit ihr Gassi gegangen (als ich 10 war fing ich damit an) und sie war die liebste Hündin weit und breit für mich. Bis sie plötzlich mit ihren Zähnen im Arm von meinem Bruder hing, was wir uns bis heute nicht erklären können, denn wir waren alle dabei. Mein Bruder hat genau so oft mit der Hündin gespielt, hat sie nicht geärgert, nichts. Und mit einem Mal ging sie auf ihn los. Und es hat leider einige Tritte von meinem Vater gebraucht, bis sie von meinem Bruder abgelassen hat. Das hat mich gelehrt, allen Hunden gegenüber misstrauisch zu sein. Ich liebe Hunde, aber draußen bitte an der Leine. Die Instinkte von denen kann man einfach nicht einschätzen.
BildBild
Benutzeravatar
Micha
Beiträge: 3265
Registriert: Do Sep 28, 2006 10:14 pm
Twitter: @saksalaiset
Wohnort: Helsinki

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Micha »

Gehen wir am besten wieder zurück zur Frage, was tun wenn in der Nachbarschaft ein Hund (oder andere Tiere) von ihren Besitzern nicht artgerecht gehalten werden.
Es geht also in erster Linie um die Schritte gegenüber dem Besitzer, der seiner Sorgepflicht nicht nachkommt.
Danke!
WEITERSAGEN!
- jetzt auch auf Twitter: @saksalaiset
Benutzeravatar
Finnrotti
Beiträge: 811
Registriert: Sa Jun 09, 2007 2:39 pm
Wohnort: Kalliola bei Lahti
Kontaktdaten:

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Finnrotti »

Sandra, Du hast selber gesagt, dass der Hund, von dem Du gesprochen hast, nicht aggressiv ist, also solltest Du wohl in der Lagen sein diesen zu verscheuchen, wenn Du nicht möchtest, dass er Deinem Kind zu Nahe kommt. Dass Du denkst man kann einen Hund nicht beeindrucken zeigt mir eigentlich, dass Du keine Ahnung hast.

Ansonsten hab ich der TS hier den wohl einzig hilfreichen Tip gegeben, melde Dich beim Tierschutz.

Und jetzt halte ich die Füsse still, der Boss mischt sich ja schon ein, da sind Abmahnungen nicht weit pray
Benutzeravatar
Luonto
Beiträge: 161
Registriert: Mi Nov 14, 2007 8:40 pm
Facebook: Spionage-Netzwerke...
Xing: werden...
MySpace: boykottiert...

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Luonto »

Stefan hat geschrieben:Ich wär ein wenig vorsichtig mit Anzeigen beim Tierschutz...
Beißunfälle lassen sich grob in folgende Kategorien einteilen: Territorialverhalten und Rudelverteidigung (große Mehrheit), Angstbeißen (Hund fühlt sich bedroht), überzogenes Spiel (Hund spielt zu grob, ist sich nicht bewußt, daß er Schaden anrichtet), Verhaltensgestörte Hunde. 1. und 2. treten vorzugsweise bei angeleinten Hunden auf und primär, weil der Gebissene vorher die Körpersprache nicht verstanden oder ignoriert hat. Überzogenes Spiel eskaliert langsam, erlebe ich täglich bei meinem Kleinen, der seit ein paar Wochen plötzlich kneift, wenn das Spiel sehr aktiv wird. Gibt blaue Flecken, manchmal kleine Wunden, nervt, ist aber nicht tragisch. Der Punkt hier ist, daß es eskaliert, heißt, zuerst ist das Spiel normal und wenn das Spiel zu wild wird, kneift er. Ein Hundephobiker würde das mit Sicherheit als "plötzliches Durchbrechen" irgendwelcher "Instinkte" sehen und den Hund für sehr gefährlich halten. Im Prinzip ist es eine einfach verständliche Übersprungshandlung. Zwar lästig aber nicht gefährlich und prinzipiell vorhersehbar und auch abtrainierbar.
Sorry, das ist eigentlich wieder Offtopic, aber hier muss ich widersprechen. Ich bin großer Hundefreund, aber ich habe es in eigener Praxis ständig erlebt, dass Hunde, die eine Sekunde vorher mit dem Schwanz gewedelt haben, sich plötzlich knurrend und aggressiv auf den Nacken meines Hundes gestürzt haben. Auf neutralem Boden wohlgemerkt. Das mag verhaltensgestört sein, aber es gibt verdammt viele verhaltensgestörte Hunde (wo oft die Besitzer dran Schuld sind, stimmt). Ich habe es unzählige Male erlebt, dass ich mit meinem Hund unterwegs war und von irgendwo kam ein großer Hund ohne Herrchen (bzw. Herrchen in 100m Abstand). Finde ich DERMAßEN rücksichtlos! Ich bin die letzten Jahre in solchen Situationen, sofern die Möglichkeit noch bestand, schnurstraks umgekehrt, weil ich Angst hatte. Schon 3x ist mein Hund auf diese Weise angefallen worden (versuchter Biss in den Nacken, leichte Bisse) und jedes Mal konnte Schlimmeres doch nur verhindert werden, weil irgendwann mal lässig der Besitzer angeschlendert kam. Wie gesagt - ich bin ein großer Hundefreund, aber ich kann sehr gut verstehen, dass Außenstehende fremde Hunde unter Kontrolle wissen wollen.
Benutzeravatar
Sandra
Beiträge: 629
Registriert: So Okt 22, 2006 9:31 pm
Wohnort: Vihti

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Sandra »

Stefan hat geschrieben:Ich wär ein wenig vorsichtig mit Anzeigen beim Tierschutz...
Ich halte auch zwei große Hunde (und 2 Katzen) in einer Zweizimmerwohnung und ich bezweifle, daß meine Nachbarn beurteilen können, wie oft ich mit denen rausgehe, bzw. wieviel Auslauf die bekommen.
Solange Du nicht 24x7 deren Tür beobachtest, wirst Du das wohl auch kaum beurteilen können.
Auch meine Hunde machen einen Riesenaufstand, wenn jemand draußen vor der Tür rumgeistert und sind "sehr aktiv", wenn sie auf dem Weg nach draußem wem begegnen, teilweise, weil sie sich natürlich auf das Rausgehen freuen, teilweise, weil sie die Leute kennen oder generell an Leuten interessiert sind.

@Sandra (teilweise auch Murderdoll): "So viele Kinder totgebissen"??? Ich halte das für eine sehr gewagte und stimmungsmachende Aussage.
Zustimmung: Grundsätzlich ist es wünschenswert, wenn Hunde nicht ungefragt schnüffeln kommen. Andererseits finde ich auch kein Drama, wenn ein Hund mal eben schaut, wer da so ist.
Hunde sind übrigens nicht unberechenbar und äußern sich durch eine absolut klare Körpersprache. Hunde, die von einer Sekunde auf die andere von total friedlich auf "Killerbestie" umschalten, gibts nicht oder nur in extremen Ausnahmefällen und da ist der Hund schwer verhaltensgestört.
Es ist richtig, daß Hunde evolutionär Raubtiere waren und je nach gewünschtem Rasseverhalten ist das mehr oder weniger noch vorhanden.
Eine Pauschalaussage "Hunde sind Raubtiere und daher gefährlich" ist unzutreffend. Hunde sind über Jahrhunderte domestiziert und vom Menschen den jeweiligen Bedürfnissen angepaßt worden. Selbst bei dem evtl. vorhandenen Raubtierinstinkt fallen Menschen nicht primär ins Beuteschema.
Vielmehr ist der Hund darauf gezüchtet, Menschen als seinesgleichen anzusehen und sein Sozialverhalten auf den Menschen auszurichten und da liegt meistens eher der Knackpunkt. Beißunfälle lassen sich grob in folgende Kategorien einteilen: Territorialverhalten und Rudelverteidigung (große Mehrheit), Angstbeißen (Hund fühlt sich bedroht), überzogenes Spiel (Hund spielt zu grob, ist sich nicht bewußt, daß er Schaden anrichtet), Verhaltensgestörte Hunde. 1. und 2. treten vorzugsweise bei angeleinten Hunden auf und primär, weil der Gebissene vorher die Körpersprache nicht verstanden oder ignoriert hat. Überzogenes Spiel eskaliert langsam, erlebe ich täglich bei meinem Kleinen, der seit ein paar Wochen plötzlich kneift, wenn das Spiel sehr aktiv wird. Gibt blaue Flecken, manchmal kleine Wunden, nervt, ist aber nicht tragisch. Der Punkt hier ist, daß es eskaliert, heißt, zuerst ist das Spiel normal und wenn das Spiel zu wild wird, kneift er. Ein Hundephobiker würde das mit Sicherheit als "plötzliches Durchbrechen" irgendwelcher "Instinkte" sehen und den Hund für sehr gefährlich halten. Im Prinzip ist es eine einfach verständliche Übersprungshandlung. Zwar lästig aber nicht gefährlich und prinzipiell vorhersehbar und auch abtrainierbar.
Ein nicht verhaltensgestörter Hund, der nicht auf Revier- oder Selbstverteidigung programmiert ist (also normalerweise die übliche Situation irgendwo "draußen"), läßt sich üblicherweise recht einfach verscheuchen. Aufstehen, den Hund direkt ansehen und ruhig aber bestimmt und kräftig "aus, husch, pois, ab, ..." sagen. Evtl. von Dir weg zeigen und/oder einen Schritt auf den Hund zugehen. Auf keinen Fall den Hund in die Enge treiben, wild gestikulieren, etc. Todsünde ist jede Art von über den Hund beugen, denn das ist in Hundekörpersprache eine extreme Drohhaltung.
Sollte ein Hund wirklich deutlich (!) aggressiv ankommen, groß machen, laut sein, auf ihn zugehen und schon während er ankommt mit irgendwas derbe auf den Fang/ins Gesicht hauen. Nicht erst warten, bis er zugebissen hat. Prinzip: mach dem Hund klar, daß er den Kürzeren zieht, wenn er sich mit Dir anlegt. Mit dem richtigen Schock lassen sich 99% aller Hunde aus der Aggression rausholen. Das aber auch nur, wenn der Hund die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen. Ansonsten riskiert man, daß der Hund total durchknallt, weil er sich in die Ecke gedrängt fühlt und sich dann auf Teufel komm raus verteidigt.

Das finde ich jetzt schon eine konkrete Aussage und danke für die Tipps, genau darum ging es mir nämlich. Ich hätte mich wohl falsch verhalten.

Ich denke gerade auch kleine Kinder können bei Hunden Fehlinterpretationen hervorrufen. Sie haben den Körper und die Sprache nicht im Griff und ich denke, das kann auch ausschlaggebend sein. Ein weiterer Grund warum ich keine unbekannten Hunde ungefragt direkt an meinem Kind haben will. Auch wenn er nicht knurrt oder so.
Bild

Bild
Benutzeravatar
Luonto
Beiträge: 161
Registriert: Mi Nov 14, 2007 8:40 pm
Facebook: Spionage-Netzwerke...
Xing: werden...
MySpace: boykottiert...

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Luonto »

Luonto: Und Du verstehst die Körpersprache von Hunden 100%ig und nimmst jedes kleinste Detail wahr?
Wüsste nicht, dass ich das jemals gesagt oder angedeutet hätte :scratch
Leider haben die meisten Kleinhundebesitzer
1.) nicht die geringste Ahnung von artgerechter Hundeerziehung und dementsprechend sind die Hunde nicht sozialisiert und prollen rum
2.) aus vorgenanntem Grund die Neigung, bei Annäherung eines größeren Hundes in Panik zu geraten, was ihr Hund wahrnimmt und in "Verteidigungs-/Aggressionsmodus" schaltet und
3.) nicht die geringste Ahnung von typischem Hunde(Sozial-)Verhalten und brechen bei einer kurzen Zurechtweisung ihres Schatzileins durch einen größeren Hund gleich in Panik aus und schreien "Killerbestie".
Interessant, dass du alles so genau zu wissen meinst.

Ich als ehemalige Kleinhundebesitzerin (naja, 45cm Schulterhöhe, aber sehr zierlich) ärgere mich über solche Aussagen ziemlich, weil es einfach deine komplette Ignoranz gegenüber den Ängsten von Kleinhundebesitzern widerspiegelt (davon abgesehen habe ich den von dir beschriebenen "Panikmodus" noch nie erlebt; ich habe aber schon den ein oder anderen Großhundebesitzer gebeten, ihren Hund anzuleinen. Zu recht, wie sich manches Mal gezeigt hat). Hast du dich jemals in die Perspektive eines Kleinhundebesitzers versetzt? Ich kenne einige Kleinhunde, die von Großhunden getötet oder schwer verletzt worden sind. Klar ist längst nicht jeder Großhund aggressiv, aber WENN ein Großhund aggressiv ist, dann ist es einfach gefährlich! Viele Besitzer schaffen sich nämlich Großhunde nur als machteinflößendes Statussymbol an und haben nicht das geringste Interesse darin, dem Tier gerecht zu werden und es kontrollieren zu können (genau wie sich viele Kleinhundebesitzer Hunde als Spielzeuge anschaffen). Meiner Einschätzung nach haben übrigens nicht nur Kleinhundebesitzer (so wie du es schreibst), sondern SOWOHL ca. 80% der Groß- ALS AUCH der Kleinhundebesitzer keine Ahnung von Hundeerziehung. Bei Kleinhunden ist das traurig und für den Hund schlimm, aber nicht sonderlich gefährlich, während es bei Großhunden sowohl traurig als auch gefährlich ist.

Trotzdem sind es aber meist gerade die Großhundebesitzer, die ihre Hunde fröhlich ohne Aufsicht herumlaufen lassen. Klar, sie brauchen ja auch nicht so große Angst haben, dass ihrem Hund etwas zustößt. Der kann sich meist schon wehren.
Mein Kleinhund hat nicht ein einziges Mal von sich aus einen Großhund angeknurrt oder gefaucht. Ob Leine oder nicht, spielte dabei überhaupt keine Rolle. Mein Hund wusste, dass er mich nicht beschützen braucht und hat an der Leine nie Terz gemacht (ich kenne keinen einzigen guterzogenen Hund, der an der Leine aggressiv ist...). Trotzdem ist er relativ häufig von Großhunden angefeindet worden (Rüden).

(P.S. Bin auch für Themaabtrennung)
Benutzeravatar
Murderdoll
Beiträge: 103
Registriert: Do Sep 04, 2008 9:41 pm
Wohnort: Oulu

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Murderdoll »

Danke an Stefan für die Tipps. Ich mag Hunde, meine Schwiegereltern haben einen und ich geh mit ihr öfter Gassi, aber ich hätte mich auch total falsch verhalten, beim Thema verscheuchen, also danke!
BildBild
Benutzeravatar
Luonto
Beiträge: 161
Registriert: Mi Nov 14, 2007 8:40 pm
Facebook: Spionage-Netzwerke...
Xing: werden...
MySpace: boykottiert...

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Luonto »

Stefan, was hat deine exemplarische Minipudelgeschichte hier im Thread verloren? Willst du alle Kleinhundebesitzer über einen Kamm scheren? Ich könnte hier auch zahlreiche Geschichten von "Großhundebesitzern" wiedergeben, die ihre Hunde "sich selbst Gassi führen" lassen usw., aber ist ein bisschen verallgemeinernd... Ganz lieb sind mir übrigens auch die Leute, die im Auto fahren, weil sie zu faul sind, und ihren Hund dann im Galopp hinterher laufen lassen (fällt mir gerade so ein, sehe ich im Winter im Feld sehr häufig).
Jep. Ich bin ignorant. Wenn jemand Ängste hat, soll derjenige sich entweder in Therapie begeben oder Konfrontationen mit dem Auslöser vermeiden. Ich ärgere mich maßlos über die gesammelten Schwachköpfe, die sich Kleinhunde als Kindersatz zulegen und die Hunde dann wie Kinder behandeln und von der ganzen Welt selbiges erwarten.
Achja, ist klar. Wie gerne hätte ich, als mein Hund noch lebte, die Konfrontation mit dem Auslöser vermieden. Leider nicht möglich, wenn einige Hundebesitzer ihre Rottis, Schäferhunde & Co. einfach ohne Begleitung vor die Tür lassen oder im Feld laufen lassen... Was soll man denn dann deiner Meinung nach bitte tun, wenn sich so ein Hund unter wütendem Geknurre auf einen kleineren Hund stürzt und ihn erstmal sofort zu Boden schmeißt und versucht, in den Nacken zu beißen?? Es gibt auch berechtigte Ängste, nur mal so als Gedankenanregung.

Wenn du Beispiele hören willst, ich habe genug auf Lager.
Hast du dich jemals in die Perspektive eines Kleinhundebesitzers versetzt?
Nee danke, ich hab genug andere Neurosen :twisted:.
Merkt man :P . Ich meine es aber ernst, dass es dir echt nicht schaden würde, dich mal in eine andere Perspektive zu versetzen, anstatt deine Position auf Hals- und Beinbruch zu verteidigen. Wie kommst du darauf, alle Kleinhundebesitzer über einen Kamm zu scheren? Gehört man deiner Meinung nach einer besonderen Kategorie Mensch an, nur weil man einen Hund <40cm Schulterhöhe besitzt? :scratch
Klar ist längst nicht jeder Großhund aggressiv, aber WENN ein Großhund aggressiv ist, dann ist es einfach gefährlich!
Genau, am besten Leinen und Maulkorbpflicht plus tägliche Zwangsdosis Beruhigungsmittel für jeden Hund über 40cm Schulterhöhe... Oder noch besser - Ausgangssperre - Haltung nur im Zwinger oder umzäunten Gelände erlaubt - mit Ausbruchssicherheitszertifikat. Könnt ja sein, daß ein größerer Hund zu tief einatmet und ein Kleinhund in 50m Entfernung einen Trommelfellschaden durch den Druckabfall bekommt.
Ist klar, jetzt fehlen dir die Argumente, da wirst du gleich polemisch :roll: .
Viele Besitzer schaffen sich nämlich Großhunde nur als machteinflößendes Statussymbol an
Oh Mann, Labradore, Golden Retriever, Collies, etc. sind so machteinflößend...
Die Unterteilung zwischen Groß- und Kleinhunden hast DU aufgemacht und ich habe sie mit etwas " " weitergeführt. Es ist ja wohl klar, dass das nur eine sehr grobe Kategorie ist, die sich nicht immer so ganz eindeutig festmachen lässt. Es gibt kleine, bullige Hunde, große, zarte Hunde usw. Aber ich denke, es ist hier allen klar, dass wir nicht von Collies und Labradoren reden :roll: .
Und um dein schwarz-weißes Weltbild (vernünftige Großhundebesitzer versus kreischende, dumme Kleinhundebesitzer) noch mehr zu zerstören: Ich mag etwas größere Hunde an sich sogar sehr gerne, finde sie optisch meist schöner als viele der unhündisch aussehenden Winzlinge. Aber trotzdem sehe ich einfach die Problematik, die von vielen dieser Hunde ausgeht.
Mein Kleinhund hat nicht ein einziges Mal von sich aus einen Großhund angeknurrt oder gefaucht. Ob Leine oder nicht, spielte dabei überhaupt keine Rolle. Mein Hund wusste, dass er mich nicht beschützen braucht und hat an der Leine nie Terz gemacht (ich kenne keinen einzigen guterzogenen Hund, der an der Leine aggressiv ist...).
Womit wir wieder beim Thema Feinheiten der Körpersprache und subtile Signale von Hunden wären... Aber das Kleinhundebesitzer grundsätzlich der Meinung sind, ihr Hund habe nix gemacht, ist auch nicht neu.
...genauso wenig neu wie, dass "Großhundebesitzer" bzw. Besitzer von nicht ganz leicht zu führenden Hunden der Meinung sind "Meiner tut nichts" oak .
Trotzdem ist er relativ häufig von Großhunden angefeindet worden (Rüden).
Definiere angefeindet! Starke Rüden haben die Eigenschaft, etwas prollig rüberzukommen aber das ist keine Aggression oder "Anfeindung" sondern nur Imponiergehabe.
[/quote]
Anfreinden definiere ich als schon von Weitem Stehen bleiben mit aufgestellter Rute, dann angeprescht kommen bzw. sofortiges Geknurre und Zähnegefletsche wenn man vorbei geht und am besten dann noch einen großen Satz auf den fremden Hund mit Griff in den Nacken.

Wie schon oben geschrieben: Wenn du dich als so erfahrener Hundeführer siehst, würde es mich wirklich mal interessieren, was DU meinst, was man da tun soll, wenn man solch eine Begegnung hat, man selbst einen zierlichen kleineren Hund hat und der Hundebesitzer des fremden Hundes meilenweit entfernt ist.
Katja
Beiträge: 297
Registriert: Mo Nov 27, 2006 11:10 pm

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Katja »

Sollte das ursprüngliche Thema noch aktuell sein:

Für den Tierschutz sind die Kommunen zuständig, idR der kommunale Tierarzt, manche Kommunen haben eigene Tierschutzbeauftragte. Ein Anruf beim kommunalen Tierarzt sollte das klären können.

EVIRA hat Infos zum Tierschutz und guidelines für die Tierhaltung:

http://www.evira.fi/portal/en/animals/a ... violation/
http://www.evira.fi/portal/en/evira/cur ... /?bid=2158

http://www.evira.fi/portal/fi/evira/jul ... oductId=78 (das pdf, in Finnisch)

Ich bin mir nicht sicher, ob dies Empfehlungen oder bindende Richtlinien sind (immer noch sprachbehindert), es gibt aber ganz sicher gesetzliche Vorschriften, deren Einhaltung von den Tierärzten kontrolliert wird, wenn Hinweise auf Verstössse eingehen.

Ich meine, dass der Tierarzt dann zusammen mit der Polizei beim Tierhalter aufschlägt, Mängel dokumentiert und eine Frist zur Verbesserung der Haltungsbedingungen gibt. Nach Ablauf dieser Frist werden dann bei Bedarf weitere rechtliche Schritte eingeleitet, nicht selten endet das Ganze vor Gericht. Bei ganz krassen Situationen werden die Tiere direkt weggenommen oder wenn nötig eingeschläfert. Das gute am finnischen System -im Vergleich zum deutschen- ist, dass gerade bei der Nutztierhaltung der kommunale Tierarzt wegen mangelnder Konkurrenz nicht abhängig vom Tierbesitzer als Kunden ist, was dem Tierschutz sehr zugute kommen kann...

Wenn es den Tieren nicht gut geht, dann zeige das bitte an! Leider haben hier viele Leute noch recht mittelalterliche Vorstellungen von Hundehaltung (die Deutschen sind da übrigens nicht unbedingt besser, besonders auf dem Land), andererseits gibt es gerade hier im Norden auch sehr robuste Hunderassen, die draussen gut zurecht kommen (aber natürlich trotzdem artgerechte Bewegung und Pflege brauchen!).

Gruss,
Katja
Benutzeravatar
Murderdoll
Beiträge: 103
Registriert: Do Sep 04, 2008 9:41 pm
Wohnort: Oulu

Re: *zensiert* und ihre armen Hunde

Beitrag von Murderdoll »

Der Nachbar hat seinen Hund seit einigen Wochen wieder, aber gebessert hat sich nichts! Das arme Tier ist jede Nacht draußen und bellt wie verrückt. Der Kerl ist wahrscheinlich zu besoffen, um zu merken, dass sein Hund draußen friert, hungrig ist und zu Herrchen will. Aaaaaaaah! Wenn das noch den ganzen Tag so weitergeht, rufe ich die Polizei an.
BildBild
Gesperrt