Micha hat geschrieben:Sid,
Kannst Du uns genau sagen, was Du mit "deutscher Denkweise" genau meinst?
Das versuche ich gerade herauszufinden

. Wie versteht dies jeder für sich persönlich? Zählt dies überhaupt, oder zählt einfach der Mensch selbst, der in der Fremde einfach zurecht kommt oder auch nicht?
Zu meiner persönlichen Erfahrung: Ich vergleiche gerne die Ähnlichkeiten und die Unterschiede verschiener Nationen. Einer einzelnen Person gegenüber bringe ich keine Klischees entgegen, sondern sehe die/den als Menschen.
Meine Denkweise ist schon etwas kritisch und ich habe keine Berührungsängste meine Meinung zu sagen. Gerade dafür interessieren sich manche Finnen, weil sie gerne erfahren möchten, wie sieht man sie von "aussen". Mag sein, dass es gerade typisch für uns Deutsche ist. Ich finde es aber nicht unbedingt vorzüglich, sich zwanghaft wie die andere Nation zu verhalten. Sie zu verstehen - schon.
Am schlimmsten finde ich, das eigene Land zu verwerfen, geschweige denn es schlecht zu machen mit allen Mitteln. Auch wenn man manche Eigenschaften des "fremden" Landes für sich nicht akzeptiert (z.B. Manieren, Verschlossenheit), arrangiert man sich damit, muss aber selbst nicht so werden. Allerdings ist die Gefahr gross, unbewusst diese Eigenschaften einzunehmen, da man jeden Tag damit konfrontiert wird.
Wie Antje schon sagte, um beides leben zu können, braucht man offene Menschen. Ich hab nur eine ungünstige Vorkommnis zu verzeichnen, aber es basierte auf einem völlig engstirnigen Hass einer Finnin Deutschen gegenüber. Es wird einem bewusst, wie destruktiv sowas wirken kann.
Meine Devise: aus jeder Quelle das beste für sich lernen und gewinnen.
